Vorsichtsmaßnahmen beim Siebdruckverfahren für Kosmetikverpackungen

Nachdem Kosmetikverpackungsprodukte im Spritzgussverfahren geformt wurden, erfordern sie üblicherweise eine Oberflächendekoration. Unternehmen versehen sie häufig mit Grafiken und Texten, um Produkte und die Markenidentität zu präsentieren. Es gibt viele Verfahren zur Oberflächenveredelung, wie Siebdruck, Tampondruck, Thermotransferdruck, Heißfolienprägung und Wassertransferdruck. Heute stellen wir Ihnen das Prinzip des Siebdrucks sowie die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen dieses Verfahrens vor.

1. Was ist Siebdruck?

Das Grundprinzip des Siebdrucks lautet: Die Maschenöffnungen im Druckbildbereich der Druckschablone lassen Druckfarbe hindurch, während die druckfreien Bereiche dies nicht tun. Einfach ausgedrückt wird das gewünschte Motiv vorab auf der Siebdruckschablone vorbereitet. Beim Drucken wird Farbe an einem Ende der Druckform aufgetragen, und die Rakel übt Druck aus, während sie über das Sieb geführt wird. Die Farbe wird durch die Maschenöffnungen des Druckbereichs gepresst und auf das Substrat übertragen.

Aufgrund der Farbhaftung bleibt der Druck in einem definierten Bereich fixiert. Während des Druckvorgangs steht die Rakel stets im Linienkontakt mit dem Sieb und dem Substrat. Dieser bewegliche Linienkontakt gewährleistet Präzision und verhindert ein Verschmieren. Nach dem Rakelvorgang federt das Sieb zurück, trennt sich vom Substrat und sorgt so für saubere Kanten und Maßhaltigkeit. Sobald das Sieb angehoben ist, wird die Farbe in die Ausgangsposition zurückgeführt, womit ein Druckzyklus abgeschlossen ist.

2. Vorsichtsmaßnahmen beim Siebdruck

  1. Der Siebdruck wird üblicherweise für Texte und Grafiken auf Verpackungsprodukten eingesetzt. Da er das Erscheinungsbild des Produkts maßgeblich beeinflusst, sind hohe technische Standards erforderlich.
  2. Glasflaschen: Beim Bedrucken von transparenten, mattierten oder spritzlackierten Flaschen sollte Hochtemperatur-Einbrennfarbe verwendet werden. Die Farbe wird bei hoher Temperatur eingebrannt, wodurch sie lichtecht und kratzfest wird, allerdings meist matt wirkt. Arbeiten Sie mit Lieferanten zusammen, die über Hochtemperatur-Einbrennöfen verfügen.
  3. Designhinweise: Begrenzen Sie die Anzahl der Farben, verwenden Sie Negativfilme und vermeiden Sie Schriftarten, Muster oder Linien, die zu fein oder zu großflächig sind. Andernfalls kann es zu Problemen wie Farbaufbau oder Linienabrissen kommen. Bestätigen Sie das Ergebnis vor der Serienproduktion stets anhand von Mustern, um Farbabweichungen zu vermeiden.
  4. Treten bei mattierten Glasflaschen Fehldrucke auf, können diese nachpoliert und erneut bedruckt werden, wobei jedoch zusätzliche Bearbeitungsgebühren anfallen.
  5. Bei Rundflaschen gilt ein einfarbiger Druck als ein Druckvorgang. Bei flachen oder ovalen Flaschen richtet sich die Berechnung nach der Anzahl der Druckflächen und Druckfarben.
  6. Kunststoffbehälter: Druckfarben werden in herkömmliche Farben und UV-Farben unterteilt. UV-Farben sind weit verbreitet, bieten eine glänzende und dreidimensionale Optik, sind lichtbeständig und eignen sich für den Mehrfarbendruck. Die Mindestbestellmenge (MOQ) liegt üblicherweise bei 1.000 Stück.
  7. Sowohl beim Bedrucken von Glas- als auch von Kunststoffflaschen fallen Siebkosten an. Verfügt das Werk über keine passende Aufnahmevorrichtung für eine neue Spezifikation, wird eine zusätzliche Vorrichtungsgebühr erhoben. Diese Kosten können sich jedoch amortisieren, sobald das Bestellvolumen eine bestimmte Höhe erreicht.
  8. Vor dem Seriendruck müssen Andruckmuster erstellt werden, um die Qualität freizugeben. Nach der Freigabe dauert die Produktion in der Regel 4–5 Tage, abhängig von Komplexität und Stückzahl.
  9. Die meisten Siebdruckereien bieten auch Heißfolienprägung (Gold-/Silberfolie), manuellen oder maschinellen Druck, Tampondruck sowie den Druck von Selbstklebeetiketten an.
  10. Vermeiden Sie bei der Handhabung siebbedruckter Flaschen übermäßiges Reiben oder Stöße, um Kratzer zu vermeiden. Wählen Sie geeignete Sterilisationsverfahren, um die bedruckten Oberflächen zu schonen.
  11. Siebdruck ist immer mit Kosten verbunden, und fehlerhafte Druckergebnisse können zur Ausschussware ganzer Chargen führen. Mit Rasterdruck in Sonderfarben lassen sich facettenreichere Farben erzielen, Tests sind hierbei jedoch unerlässlich.

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